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Rundreise durch Apulien und Kalabrien im Sommer 2009

Endlich mal wieder Italien - nach all den vielen exotischen Reisen etwas in der "Nähe" - schnell mit dem Flieger zu  erreichen und absolut kindertauglich. Unsere beiden Jungs waren absolut begeistert und täglich mindestens 5 Stunden im und am Meer zu finden.

Wir buchten einen Flug nach Rom, da diese Flüge - im Gegensatz zu den  Flügen direkt nach Süditalien - auch im Reisejahr noch erschwinglich sind. Alles andere muss man lange Zeit voraus buchen, um einigermaßen günstig in den Süden zu kommen - jedenfalls zur Ferienzeit. Mit einem schon in Deutschland angemieteten Panda, den wir in Rom am Flughafen abgeholt haben, sind wir am selben Tag gen Osten zum Stiefelsporn, dem wilden Gargano, gefahren. Fahrzeit ca. 5 Stunden. Ein Hüttchen auf dem Campingplatz Spiaggia Lunga war zum Schnäppchenpreis gebucht, Küche auf der Terrasse - sehr einfach, kein Fernsehen, kein Radio - dafür Meer in der Nähe und jeden Morgen die Möglichkeit, frischen Meerfang direkt von Fliegenden Händler zu kaufen. Auf dem Campingplatz Spiaggia Lunga gibt es ein Restaurant und abends Animation auf Italienisch. Das Gute ist: man bekommt einen festen Liegeplatz am Strand mit Schirm und 2 Liegestühlen. Hört sich sehr pomadig an, aber man will sich ja auch nicht um Plätze streiten. Italienische Strände in der Nähe von Anlagen oder Städten sind eh immer sehr gut besucht - allerdings fanden wir das erstaunlich  angenehm, da man dort keine deutschen Bunken am Strand hat, sondern sich von der mediterranen Lebensfreude anstecken lassen kann. Die Anlage liegt zwischen Peschici und Vieste - beide Städte sind sehr besuchenswert, besonders zum Sonnenuntergang.

An den Küsten des Garganos fanden wir übrigens auch noch einige andere traumhafte Strände, die man fast für sich alleine hat. Sind übrigens keine Geheimtipps, sondern finden sich auf vielen touristischen Karten. 

Vom Gargano aus sind wir dann eine Woche später  zur anderen Seite nach Kalabrien gefahren, nicht ohne auf dem Weg dorthin einen Abstecher nach Alberobello zu den Trullis zu machen. Sehenswert.

Von Apulien nach lalabrien ist man den ganzen Tag unterwegs, die Strecke ist zum Glück sehr abwechslungsreich - Navi ist hilfreich!

In Kalabrien wohnten wir in der Nähe von Tropea in S. Maria di Ricadi, genauer gesagt im Baia d´Ercole direkt am Meer. Eine wirklich wunderschöne Anlage, reichhaltiges Frühstück und exzellentes italienisches Abendbuffet; Höhepunkt der kalabrische Abend mit Alleinunterhalter und Tanz. Die Kinder waren begeistert, sind aber hier lieber in den Pool als ins Meer an der Anlage baden gegangen. Von hier aus ist es nur ein Katzensprung nach Tropea; eine Stadt wie aus dem Bilderbuch mit tollen Strand direkt unterhalb der Altstadt. Da sind wir dreimal hingefahren; beim nächsten Mal würde ich einen Sonnenschirm mitnehmen.

 Letzte Station unserer kleinen Rundreise war Pompeii bei Neapel. Gewohnt haben wir auf dem Campingplatz Spartacus (Wow, leckerste Pizza und Nudeln vom Feinsten - Hut ab) direkt an den Ausgrabungen. Von dort aus haben wir den Vesuv erklettert (in Wirklichkeit fährt man fast bis zum Gipfel), einen Ausflug an die Amalfiküste unternommen (nie wieder am Wochenende, an der ganzen Küste gab es keinen Parkplatz) und einen Abend die Küste bei Neapel besucht. Kurz vor dem Beginn der Amalfiküste befindet sich ein kleiner Hafen mit ca 30 Restaurants, an denen am Freitag- und Samstagabend der Bär tanzt. Wir waren tatsächlich die ersten Touris dort...das hatte schon was.

Von Neapel aus ist es dann nicht mehr weit bis Rom. Würde die Tour genau so wieder fahren. Lohnt sich absolut. Fazit: die schönsten Strände, die ich bisher in Europa gesehen habe; eine ideale Gegend für Kinderurlaub. Und dieser Tafelwein.. ein Genuss !!